Was trägt Kuh im Allgäu, Schelle oder Glocke?

Sobald der Schnee nahezu geschmolzen ist, also etwa Mitte Juni, wird das Vieh auf die Bergweiden hinaufgetrieben. Dort werden die Jungrinder und teilweise auch Milchkühe von urwüchsigen Berghirten auf gastfreundlichen Almen die hier Alpen heißen über die drei Bergsommermonate betreut. Aus den riesigen Mengen Milch wird der Welt beste Käse in vielen Variationen gemacht. 

Foto von Jonathan Besler

Für die Wanderer und Besucher des Allgäus sind die Schellen und Glocken eine schöne Klangkulisse.

Eine weit aus größer Bedeutung hingegen für die Hirten.

Das Vieh hat die Schellen um, damit man es besser finden kann. Ganz besonders dann, wenn man vor Wolken oder Nebel fast nichts mehr sehen kann. 

Schelle

Traditionell tragen die Rinder Schellen.

Die Schellen werden aus einem Blech geschmiedet und sind daher sehr robust.

Glocke

Die älteren Kühe tragen hingegen Glocken.

Diese haben einen helleren, hohen Ton, werden aus flüssigen Metall gegossen und gehen daher leichter kaputt als Schellen.

Eine Kuh, ist ein weibliches Rind, das bereits gekalbt hat.


Im September wird das Vieh von den Alpen hinab ins Tal getrieben. Dort werden alle Tiere in den einzelnen Gemeinden auf dem Scheidplatz gesammelt und an ihre Besitzer zurückgegeben. Diese Prozedur nennt man Viehscheid.

 

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